FAQs für Unternehmen

MADE IN GREEN by OEKO-TEX®

Jedes Unternehmen innerhalb der Textil- und Lederlieferkette kann seine Produkte und Produktlinien mit dem MADE IN GREEN Label versehen. Dies gilt nicht nur für Hersteller, sondern auch für Weiterverarbeiter, Grosshändler, Händler und Marken. Das Produkt muss nach STANDARD 100 oder LEATHER STANDARD zertifiziert sein, und alle Konfektionsbetriebe sowie Betriebsstätten mit Nass-/Chemischen Prozessen müssen nach STeP zertifiziert sein.

Um MADE IN GREEN zu beantragen, nutzen Sie bitte das Antragsformular.

Ein MADE IN GREEN Label kann unmittelbar ausgestellt werden. In der Regel dauert die Ausstellung nur wenige Tage, vorausgesetzt, die Bedingungen für MADE IN GREEN sind erfüllt, die  relevanten Zertifikate (STANDARD 100LEATHER STANDARDSTeP) sind bereits gültig und die Lieferanten akzeptieren Ihre Verknüpfungsanfragen sofort.

Es gibt verschiedene Optionen für Labels und Etiketten, die von Ihrem Unternehmen verwendet werden können. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Labelling Guide.

Ja, wenn Sie die Textil- und Lederprodukte nicht selbst herstellen und Ihre Zulieferer die Bedingungen für MADE IN GREEN erfüllen, können Sie MADE IN GREEN Labels ausstellen. Marken  und Einzelhändler  können die MADE IN GREEN Produkt-ID ihres Lieferanten  unter dem eigenen Firmennamen umlabeln. Dies gilt natürlich nur, wenn alle unter Standard MADE IN GREEN, Anhang 3.2, Seite 25 aufgeführten Voraussetzungen erfüllt sind.

STANDARD 100 by OEKO-TEX®

Jeder Hersteller von Textilartikeln aller Produktionsstufen.

Um die Zertifizierung nach STANDARD 100 zu beantragen, füllen Sie bitte das Antragsformular aus. Senden Sie Ihren Antrag an ein beliebiges OEKO-TEX® Partnerinstitut.

Für die Zertifizierung nach STANDARD 100 fallen Lizenzgebühren und Kosten für das vorgeschriebene Unternehmens-Audit sowie für Labor- und administrative Prüfungen an. Die exakten Kosten für die Prüfung auf schädliche Substanzen beruhen auf den Prüfkosten für das jeweilige Textilprodukt oder Material. Sie erhalten auf Wunsch einen Kostenvoranschlag beim jeweiligen OEKO-TEX® Institut. Durch den Einsatz bereits zertifizierter Ausgangsmaterialien können Sie die Kosten für Laborprüfungen deutlich verringern, da doppelte Prüfungen nicht erforderlich sind. In den einzelnen Produktionsstufen werden nur neu hinzugefügte Substanzen getestet. Aufgrund des modularen Systems bei der STANDARD 100-Zertifizierung können die Prüfkosten auf die Unternehmen entlang der textilen Kette verteilt werden.

Die Dauer des Zertifizierungsprozesses hängt von individuellen Faktoren ab. Sie können diese Faktoren durch eine gute Vorbereitung beeinflussen, indem Sie möglichst vollständige Informationen und Dokumente beispielsweise im Rahmen Ihrer Beantragung der Zertifizierung bereitstellen. Das Prüfinstitut kann dann den speziellen Prüfaufwand und die sich daraus ergebenden zeitlichen Anforderungen mit Ihnen besprechen.

Supplements für STANDARD 100 beziehen sich auf ganz spezielle Marktsegmente und Artikelgruppen, die besser mit einem unilateralen Ansatz behandelt werden können. 

Aktuell gibt es zwei Supplements für STANDARD 100: 

1) Supplement „Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Materialien für PSA (sowie für mit PSA vergleichbare Militärbekleidungen und Uniformen)“ 

2) Supplement „Spezialartikel“ 

Persönliche Schutzausrüstung umfasst beispielsweise Bekleidung für Feuerwehrleute, wasserfeste Bekleidung oder chemische Schutzbekleidung. Typische Artikel für das Supplement „Spezialartikel“ sind beispielsweise Kinderwagen, Koffer, Rücksäcke, orthopädische Hilfsmittel, Gardinensets, Stühle und Liegen usw.

LEATHER STANDARD by OEKO-TEX®

Jeder Hersteller von Lederartikeln aller Produktionsstufen kann die Zertifizierung nach LEATHER STANDARD by OEKO-TEX® beantragen.

Um LEATHER STANDARD zu beantragen, nutzen Sie bitte das Antragsformular online. Senden Sie Ihren Antrag an ein beliebiges OEKO-TEX® Partnerinstitut.

Für die Zertifizierung nach LEATHER STANDARD fallen Lizenzgebühren und Kosten für das vorgeschriebene Unternehmens-Audit sowie für Labor- und administrative Prüfungen an. Die exakten Kosten für die Prüfung auf schädliche Substanzen beruhen auf den Prüfkosten für das jeweilige Lederprodukt oder Material. Sie erhalten auf Wunsch einen Kostenvoranschlag beim jeweiligen OEKO-TEX® Institut. Durch den Einsatz bereits zertifizierter Ausgangsmaterialien können Sie die Kosten für Laborprüfungen deutlich verringern, da doppelte Prüfungen nicht erforderlich sind. In den einzelnen Produktionsstufen werden nur neu hinzugefügte Materialien/Substanzen getestet. Aufgrund des modularen Systems bei der LEATHER STANDARD-Zertifizierung können die Prüfkosten auf die Unternehmen entlang der Produktionskette verteilt werden.

Die Dauer des Zertifizierungsprozesses hängt von individuellen Faktoren ab. Sie können diese Faktoren durch eine gute Vorbereitung beeinflussen, indem Sie möglichst vollständige Informationen und Dokumente beispielsweise im Rahmen Ihrer Beantragung der Zertifizierung bereitstellen. Das Prüfinstitut kann dann den speziellen Prüfaufwand und die sich daraus ergebenden zeitlichen Anforderungen mit Ihnen besprechen.

STeP by OEKO-TEX®

Die Zertifizierung eignet sich für Produktionsstätten aller Produktionsstufen. STeP by OEKO-TEX® spricht Betriebsstätten in der gesamten Textil- und Lederproduktionskette an. Dazu gehören folgende Prozesse: 

Textilindustrie: 

  • Trockenspinnen, Zwirnen und verwandte Prozesse 

  • Nassspinnen und verwandte Prozesse 
  • Weben, Stricken, Fertigung von Vliesstoffen und verwandte Prozesse 

  • Färben, Bedrucken, Ausrüstung, Beschichtung und verwandte Prozesse 

  • Herstellung von Produkten durch Schneiden, Nähen und verwandte Prozesse 

Lederindustrie: 

  • Wasserwerkstatt 

  • Gerben 

  • Nachgerben, Färben, Fetten 

  • Ausrüstung von Leder 

  • Herstellung von Lederartikeln 

Sonstige: 

  • Herstellung von Zubehör (z. B. Reissverschlüsse, Knöpfe, Etiketten) 

  • Fertigung von Schaumstoffen und Matratzen 

  • Logistik für Textil- und Lederartikel 

  • Andere (z. B. nichtlandwirtschaftliche Faserherstellung) 

Um die Zertifizierung nach STeP zu beantragen, füllen Sie bitte das Antragsformular online aus.

Die Kosten umfassen eine Basiszertifizierungsgebühr zuzüglich weiterer Kosten. Die weiteren Kosten hängen von folgenden Faktoren ab: der Grösse und den Prozessen des Unternehmens, der Unterstützung bei und Evaluation des Online-Assessments, der Vorbereitung, Ausführung und Dokumentation des Audits, der Ausstellung des Zertifikats und den Reisekosten für den Auditor.

Erwartungsgemäss dauert es durchschnittlich drei bis sechs Monate vom Zeitpunkt der Antragstellung, Datenerfassung und -auswertung bis zur Prüfung und Ausstellung des Zertifikats. Der tatsächliche Zeitraum hängt jedoch entscheidend davon ab, wie lange die Betriebsstätte benötigt, um das Online-Assessment auszufüllen.

Ja. Andere Zertifizierungen wie ISO 9001, ISO 14001, SA8000 oder OHSAS 18001/ISO 45001, die die Nachhaltigkeitsbemühungen in Ihrem Unternehmen aktiv unterstützen, bilden einen hervorragenden Ausgangspunkt für eine STeP-Zertifizierung und können problemlos integriert werden. Weitere Informationen finden Sie in Anhang 8 unseres STeP-Standards.

Bei ZDHC (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) handelt es sich um eine Industrieinitiative mit dem Ziel der Vermeidung und Eliminierung gefährlicher Chemikalien. OEKO-TEX® unterstützt die ZDHC-Initiative und stellt durch verschiedene OEKO-TEX® Dienstleistungen die Einhaltung der ZDHC MRSL sicher. Die STeP MRSL deckt bereits alle Chemikalien ab, die gemäss der aktuellen ZDHC MRSL für die vorsätzliche Verwendung verboten sind. Die STeP-Chemikalienliste umfasst auch alle Substanzen und Parameter, die gemäss der ZDHC-Abwasserrichtlinie vorgeschrieben sind. OEKO-TEX® erkennt zudem die ZDHC-Liste vorläufig akzeptierter Labore für Abwassertests als Referenzliste akkreditierter Institute an (siehe ZDHC-Website).

Nein. Das STeP by OEKO-TEX® Label mit dessen individueller Zertifikatnummer darf nicht für die Produktetikettierung genutzt werden. Gemäss unseren Nutzungsbedingungen dürfen Sie das STeP Label nur für die B2B-Kommunikation einsetzen. Weitere Informationen zur Nutzung des STeP Labels und unserer Verbraucherlabel MADE IN GREENSTANDARD 100 und LEATHER STANDARD by OEKO-TEX® finden Sie in unserem OEKO-TEX® Labelling Guide.

DETOX TO ZERO by OEKO-TEX®

Die unabhängige Prüfung richtet sich an Betriebsstätten mit Nassprozessen der gesamten Textil- und Lederindustrie.

Die Kosten für DETOX TO ZERO hängen von der Grösse des Unternehmens, der Vollständigkeit und Genauigkeit des Chemikalienbestands sowie vom Umfang ab, in dem das Unternehmen bereits Massnahmen zum Umweltschutz umgesetzt hat. Die Systemgebühr (zzgl. USt.) beinhaltet einen Bericht, der für ein Jahr gilt. Zusätzliche Kosten fallen für die Unterstützung beim Online-Assessment, für die Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation des Audits, für die Ausstellung des Berichts und für die Reisekosten der Auditoren an. Kosten für Abwasser-/Schlammtests sind nicht inbegriffen.

Sie sollten bis zu acht Wochen von der Antragstellung bis zum Erhalt des ersten Statusberichts einplanen. Der Vorgang kann auch kürzer oder länger ausfallen. Beispielsweise dauert es unter Umständen bis zu drei Wochen, die Ergebnisse der Abwasser-/Schlammtests zu erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem OEKO-TEX® Institut.

Die Detox-Kampagne ist eine Greenpeace-Initiative mit dem Ziel, Aufmerksamkeit auf die Umweltverschmutzung in der Textilindustrie zu lenken und ein Bewusstsein für die in der Branche eingesetzten gefährlichen Chemikalien zu schaffen. Das Ziel der Greenpeace-Kampagne ist es, die giftige Wasserverschmutzung weltweit zu minimieren. Das System DETOX TO ZERO bietet ein benutzerfreundliches Tool, mit dem das Chemikalienmanagement des Produzenten analysiert wird. Mit dem Tool wird die MRSL-Einhaltung für diese Chemikalien analysiert, es wird ein Statusbericht ausgestellt und es werden Verbesserungsvorschläge vorgestellt. DETOX TO ZERO hilft Produzenten und Käufern sowie Brands und Händlern, individuelle Detox- und Umweltschutzverpflichtungen zu überwachen und einzuhalten.

Bei ZDHC (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) handelt es sich um eine Industrieinitiative mit dem Ziel der Vermeidung und Eliminierung gefährlicher Chemikalien. OEKO-TEX® unterstützt die ZDHC-Initiative und stellt durch verschiedene OEKO-TEX® Dienstleistungen die Einhaltung der ZDHC MRSL sicher. Die DTZ MRSL deckt bereits alle Chemikalien ab, die gemäss der aktuellen ZDHC MRSL für die vorsätzliche Verwendung verboten sind. Die DTZ-Chemikalienliste umfasst auch alle Substanzen und Parameter, die gemäss der ZDHC-Abwasserrichtlinie vorgeschrieben sind. OEKO-TEX® erkennt zudem die ZDHC-Liste vorläufig akzeptierter Labore für Abwassertests als Referenzliste akkreditierter Institute an (siehe ZDHC-Website).

Für den DETOX TO ZERO-Prozess muss die Betriebsstätte einen aktuellen Abwasser- und Schlammtestbericht bereitstellen. Ein OEKO-TEX® Auditor prüft, ob die Testergebnisse den Anforderungen von DETOX TO ZERO entsprechen. Ausführliche Informationen zu den Parametern und Werten finden Sie in der DETOX TO ZERO-Richtlinie. OEKO-TEX® erkennt Testergebnisse von allen akkreditierten Prüflaboren an. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem OEKO-TEX® Institut.

ECO PASSPORT by OEKO-TEX®

Jedes Unternehmen, das Chemikalien, Farbmittel und Hilfsstoffe produziert oder handelt, die in der Textil- und Lederherstellung zum Einsatz kommen.

Die Kosten für die ECO PASSPORT-Zertifizierung setzen sich aus den Kosten für die Lizenz, die Labor- und administrativen Tests sowie dem freiwilligen Self-Assessment und Audit zusammen. Die genauen Kosten errechnen sich aus einer Zertifizierungsgrundgebühr und zuzüglich Zusatzkosten, die von der Menge und Art der zu zertifizierenden Produkte, den produktspezifischen Prüfkriterien, der Unterstützung bei der Antragstellung, der Grad der Offenbarung, der Auswertung der Begutachtung, der Qualität der Proben, der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der freiwilligen Vor-Ort-Begehung abhängen.

Erwartungsgemäss dauert es durchschnittlich mindestens drei Monate vom Zeitpunkt der Antragstellung, Datenerfassung und -auswertung bis zur Prüfung und Ausstellung des Zertifikats. Der tatsächliche Zeitraum hängt jedoch entscheidend davon ab, wie lange die Betriebsstätte benötigt, um alle relevanten Dokumente und Stichproben bereitzustellen und wie lange die Beantwortung des Bewertungsfragebogens dauert.

OEKO-TEX® erkennt an, dass chemische Rezepturen, einschliesslich Substanzlisten (Bills of Substances, BoS) extrem wertvolle, geschützte Informationen darstellen. OEKO-TEX® benötigt jedoch die Offenlegung aller Inhaltssubstanzen und bekannten Schadstoffe/Nebenprodukte, die unter die Vorschriften von OEKO-TEX® fallen bzw. als Gefahrenstoffe gemäss GHS oder Artikel 57 der REACH-Verordnung 1907/2006 gelten. Durch die Angabe sämtlicher Inhaltssubstanzen und Schadstoffe verringert sich der Prüfaufwand und damit auch die Kosten für die analytische Prüfung des Zertifizierungsprozesses. Die von einem Chemikalienhersteller bereitgestellten Angaben werden vom Prüfinstitut und von OEKO-TEX® verschlüsselt und gespeichert.

Ja, nach ECO PASSORT zertifizierte Chemikalien erfüllen alle Produktklassen von STANDARD 100 (siehe ANHANG 4 und 6). Unter bestimmten Umständen gibt es im ECO PASSPORT-Zertifikat Einschränkungen, welche transparent dargestellt werden. Die angegebenen Parameter müssen für die fertigen Textilien und Lederartikel überprüft werden.