Vertrauen entsteht dort, wo sich Fakten überprüfen lassen. Transparenz und Rückverfolgbarkeit sind seit Jahren Teil der OEKO-TEX® Strategie und dieser Kurs bestätigt sich: Neue regulatorische Vorgaben in wichtigen Absatzmärkten wie den USA, Kanada und der EU verlangen von Unternehmen zunehmend lückenlos zu dokumentieren, woher ihre Produkte stammen und wie sie entstanden sind. Rückverfolgbarkeit wird damit vom Wettbewerbsvorteil zur Voraussetzung für den Marktzugang. Wer die Herkunft der Artikel von der Faser bis zum Endprodukt nachweisen kann, ist bei Zollkontrollen, behördlichen Untersuchungen und möglichen Handelsbeschränkungen im Vorteil. Der neue OEKO-TEX® Jahresbericht zeigt, wie sich dieser Anspruch im Geschäftsjahr 2025/2026 in konkreten Zahlen niederschlägt.
OEKO-TEX® ORGANIC COTTON: Präsenz in Lieferketten in über 20 Ländern
Rückverfolgbare Bio-Baumwolle erstreckt sich heute über globale Produktionsnetzwerke: Lieferkettenpartnerinnen und -partner mit OEKO-TEX® ORGANIC COTTON zertifizierter Baumwolle sind mittlerweile in mehr als 20 Ländern verfügbar. Bemerkenswert ist dabei nicht nur diese geografische Reichweite, sondern auch die wachsende Menge an OEKO-TEX® ORGANIC COTTON, die bereits auf Ebene der Entkörnungsbetriebe ein Gesamtvolumen von über 33 Millionen Kilogramm übersteigt.
Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der ausgestellten Zertifikate wider: Sie ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 200 Prozent gestiegen. Ein klares Signal für den steigenden Bedarf an Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung im Bio-Baumwolle-Segment.
Dazu beigetragen hat die Partnerschaft mit TextileGenesis: Sie treibt die Digitalisierung von Transaktionen für OEKO-TEX® ORGANIC COTTON voran und macht die Prozesse sicherer, datenbasierter und skalierbarer. Die tokenbasierte Technologie reduziert den Verwaltungsaufwand für Kundinnen und Kunden in der Lieferkette und steigert das Vertrauen in ihre Nachhaltigkeitsaussagen.
OEKO-TEX® MADE IN GREEN: Verifizierte Rückverfolgbarkeit mit zweistelligem Wachstum
Auch bei OEKO-TEX® MADE IN GREEN zeigt sich der Trend zur Rückverfolgbarkeit deutlich. Die Nachfrage nach dem Produktlabel, das Konsumentinnen und Konsumenten verifizierte Lieferkettendaten liefert, wuchs um über 13 Prozent.
Dieser Anstieg fällt in eine Zeit, in der Transparenz und Rückverfolgbarkeit regulatorisch eingefordert wird: Ab dem 27. September 2026 verlangt die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher für den ökologischen Wandel (EmpCo, EU 2024/825), dass Nachhaltigkeitslabels auf Zertifizierungssystemen beruhen, wobei die Anforderungen dieser Systeme von unabhängigen Dritten überprüft werden. OEKO-TEX® MADE IN GREEN und alle anderen OEKO-TEX® Zertifikate und Produktlabels bleiben auch künftig ein rechtskonformer, nutzbarer Nachweis.
OEKO-TEX® CEO: „Vertrauen ist unsere härteste Währung.“
„Die Entwicklungen unserer Branche bestätigen, dass Vertrauen zu unserer härtesten Währung wird“, sagt Dr. Alfred J. Beerli, CEO OEKO-TEX®. „Ein Markt voller komplexer Regularien kann einschüchternd wirken, doch für uns ist genau das eine große Chance. Bei OEKO-TEX® glauben wir seit jeher daran, dass echter Fortschritt entsteht, wenn Transparenz über reine Regelkonformität hinausgeht.“
Zur EmpCo-Richtlinie ordnet Dr. Beerli ein: „Was ab September 2026 gesetzlich vorgeschrieben ist, fordern wir seit über drei Jahrzehnten. Wir sind bestens vorbereitet, um Unternehmen und Marken bei der Erfüllung dieser strengen neuen Anforderungen zu unterstützen.“
Neben dem Ausbau der Rückverfolgbarkeit investierte OEKO-TEX® im vergangenen Geschäftsjahr auch verstärkt in Produkt- und Qualitätskontrollen. Details können Sie dem Jahresbericht 2025/2026 entnehmen.