In seinem aktuellen Label-Guide für Bekleidung nimmt Greenpeace mehr als 21 Textilzertifizierungen unter die Lupe – nur vier davon erhalten die Bewertung „vertrauenswürdig“. OEKO-TEX® MADE IN GREEN ist eine davon.
Greenpeace bewertet zentrale Kriterien wie Chemikalienmanagement, Umfang der Lieferkette, unabhängige Kontrollen, Umweltwirkungen sowie soziale Standards. Gerade im Mode- und Textilmarkt, der von einer Vielzahl an Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegeln geprägt ist, schafft diese Einordnung wichtige Orientierung für Konsumentinnen und Konsumenten.
Strenge Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette
MADE IN GREEN ist das umfassendste Produktlabel von OEKO-TEX®. Es kennzeichnet Textilien, die auf Schadstoffe geprüft und unter verantwortungsvolleren Produktionsbedingungen hergestellt wurden.
Ein zentrales Element ist die verpflichtende Zertifizierung aller relevanten Produktionsstufen nach OEKO-TEX® STeP. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte überprüft:
Greenpeace hebt insbesondere das konsequente Chemikalienmanagement hervor. MADE IN GREEN arbeitet mit einer Best-Practice-Chemikalienliste, die den Einsatz gefährlicher Substanzen in der Produktion sowie deren Einleitung in Abwasser und Klärschlamm verbietet. Für das fertige Produkt gelten strenge Grenzwerte für Schadstoffe. Die Einhaltung wird regelmäßig durch unabhängige externe Prüfinstitute kontrolliert.
Gerade bei hautnah getragenen Textilien wie T-Shirts, Unterwäsche oder Bettwäsche bedeutet das für Verbraucherinnen und Verbraucher ein hohes Maß an Produktsicherheit.
Transparenz per Produkt-ID und QR-Code
Ein weiterer Pluspunkt ist die Rückverfolgbarkeit: Jeder MADE IN GREEN gekennzeichnete Artikel verfügt über eine individuelle Produkt-ID oder einen QR-Code. Hierüber können Konsumentinnen und Konsumenten einsehen, in welchen Produktionsbetrieben ihr Produkt gefertigt wurde. Diese Transparenz entlang der Lieferkette stärkt das Vertrauen in textile Produkte und ermöglicht bewusstere Kaufentscheidungen.
Klare Kriterien im Label-Guide
Der Greenpeace Label-Guide bewertet Zertifizierungen anhand von fünf Kernbereichen:
Im Bereich der sozialen Kriterien sieht Greenpeace branchenweit Weiterentwicklungsbedarf. MADE IN GREEN orientiert sich hier an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und integriert soziale Anforderungen in die STeP-Zertifizierung der Produktionsstätten.
Orientierung im Siegel-Dschungel
Die Textilindustrie verursacht laut verschiedenen Studien bis zu acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen und zählt zu den bedeutenden Verursachern von Wasserverschmutzung. Dadurch wächst das Bedürfnis nach transparenten und glaubwürdigen Nachhaltigkeitsinformationen.
Vor diesem Hintergrund bietet die Bewertung durch Greenpeace eine wertvolle Einordnung. Für Konsumierende, die Wert auf geprüfte Schadstoffsicherheit, nachvollziehbare Produktionsbedingungen und unabhängige Kontrollen legen, ist OEKO-TEX® MADE IN GREEN eine verlässliche Orientierung.
Weitere Informationen zu OEKO-TEX® MADE IN GREEN finden Sie hier.
Den kompletten Greenpeace Label-Guide können Sie hier lesen.