Baukasten-System

Die Produktzertifizierung nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® ist modular aufgebaut – d. h. textile Artikel können auf jeder Stufe der Verarbeitung (inklusive der Herstellung von Zubehör) überprüft und zertifiziert werden.

Eine Zertifikatsausstellung ist also möglich für:

➔ Rohstoffe, Fasern, Filamente
➔ Garne, roh und veredelt
➔ textile Flächengebilde, roh und veredelt (gefärbt, bedruckt, ausgerüstet)
➔ konfektionierte Fertigprodukte
➔ textiles und nicht-textiles Zubehör

Einmal zertifizierte Komponenten eines Endprodukts werden im Rahmen von Zertifizierungsvorgängen auf nachfolgenden Prozessstufen durch Vorlage eines gültigen Zertifikats und repräsentativen Mustermaterialien anerkannt und müssen nicht nochmals am Fertigprodukt überprüft werden.

Durch dieses Baukasten-Prinzip lassen sich Doppelprüfungen grundsätzlich vermeiden, und der finanzielle Aufwand für die Zertifizierung verteilt sich auf alle beteiligten Produktionsstufen. Auf diese Weise ist die OEKO-TEX® Zertifizierung auch für Konfektionäre mit ihren komplex aufgebauten Artikeln interessant.

Die Verantwortung für die humanökologische Qualität eines Endprodukts trägt der Hersteller, der auf seiner jeweiligen Prozessstufe die chemische Zusammensetzung durch die Auswahl der Zutaten beeinflusst. Das OEKO-TEX® Zertifikat spiegelt diese Verantwortung für ein Jahr der OEKO-TEX® konformen Produktion wider, die eine vertragliche Einbindung des Unternehmens ins OEKO-TEX® System voraussetzt.