Zertifikatsverlängerung

Nach erfolgreicher Überprüfung der Textilmuster durch das beauftragte Prüfinstitut und gegebenenfalls erfolgter Konformitätserklärung des Herstellers wird ein Folgezertifikat mit der gleichen Prüfnummer für ein weiteres Jahr ausgestellt (nahtloser Anschluss).

Hinweise zur Auswahl

Die Prüfmuster müssen die gesamte Artikelgruppe abdecken, da sich daran die Formulierung der zu zertifizierenden Artikelgruppierung orientiert. Eine unvollständige Musterauswahl kann zur Einschränkung der zertifizierten Artikelgruppe führen.

Verpackungsregeln

Die Verpackung der Prüfmuster muss bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, um die Proben zu schützen und um richtige, reproduzierbare und aussagefähige Prüfresultate zu gewährleisten:

  • Prüfmuster jeweils einzeln in reißfesten Polyethylenfolien bzw. Polyethylensäcken verpacken. Dadurch werden Kontaminationen beim Transport vermieden.
  • Verpackung durch zweimaliges Einschlagen und Verkleben mit einem Klebeband verschließen.

Verpackung von Ausstattungsmaterialien

  • Prüfmuster in durchsichtigen Kunststoffbeuteln einzeln und luftdicht verpacken (zwingend notwendig für Emissionsprüfung!).
  • Prüfmusterbeschreibung laut Anhang des Antrags auf Zertifizierung unbedingt beifügen.

Ausschließliches Verpacken der Prüfmuster in Kartons und/oder Papier ist unbedingt zu vermeiden!

Die Prüfergebnisse werden dem Antragsteller in Form eines Gutachtens mitgeteilt, das sich zunächst ausschließlich auf den getesteten Prüfling bezieht. Es berechtigt jedoch noch nicht zur Auszeichnung des Produkts mit dem OEKO-TEX® Label.

Die Schadstoffprüfungen nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® werden von einem der 18 autorisierten Prüfinstitute in Europa und Japan durchgeführt.

Im Verlängerungsantrag sind durch den Hersteller Veränderungen der konkreten Produkte und Herstellungsbedingungen im Vergleich zum Vorjahr anzugeben und damit alle im Rahmen des Erstantrags gemachten Angaben zu aktualisieren. Zur Bearbeitung des Zertifizierungsantrages erhält das Unternehmen eine neue Gutachtennummer. Auch für die Verlängerung eines Zertifikats muss der Antragsteller repräsentative Musterproben aus der Produktion zur Laboruntersuchung einreichen. Die Überprüfung erfolgt nach den Anforderungen des ebenfalls aktualisierten Kriterienkataloges.

Hersteller, die ihre Produkte zertifizieren lassen möchten, müssen zunächst einen schriftlichen Antrag bei einem der autorisierten OEKO-TEX® Prüfinstitute stellen.

Dazu ist auch ein glaubwürdiger Nachweis aller im Betrieb getroffener Maßnahmen zur Qualitätssicherung gegenüber dem beauftragten Prüfinstitut erforderlich.

Danach wird das Textil im Rahmen einer genau definierten worst-case Methodik auf die Parameter des OEKO-TEX® Kriterienkatalogs überprüft. Getestet werden also z. B. Artikel mit der stärksten Beschichtungsauflage, der dunkelsten Einfärbung oder der höchsten Ausrüstungsmenge.

Um seine Waren mit dem OEKO-TEX® Label auszeichnen zu dürfen, muss der Antragsteller in einer Konformitätserklärung garantieren, dass die von ihm hergestellten bzw. vertriebenen Produkte im Hinblick auf die humanökologische Qualität während der kompletten Laufzeit des Zertifikats mit den geprüften Mustern übereinstimmen.

Im Anschluss an die systematische Erfassung der Produkt- und Produktionsdaten erstellt das beauftragte Prüfinstitut zunächst einen individuellen Prüfplan für die zu testenden Artikel(-gruppen).

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