Zertifikatserweiterung

Hersteller, die ihre Produkte zertifizieren lassen möchten, müssen zunächst einen schriftlichen Antrag bei einem der autorisierten OEKO-TEX® Prüfinstitute stellen.

Hinweise zur Auswahl

Die Prüfmuster müssen die gesamte Artikelgruppe abdecken, da sich daran die Formulierung der zu zertifizierenden Artikelgruppierung orientiert. Eine unvollständige Musterauswahl kann zur Einschränkung der zertifizierten Artikelgruppe führen.

Verpackungsregeln

Die Verpackung der Prüfmuster muss bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, um die Proben zu schützen und um richtige, reproduzierbare und aussagefähige Prüfresultate zu gewährleisten:

  • Prüfmuster jeweils einzeln in reißfesten Polyethylenfolien bzw. Polyethylensäcken verpacken. Dadurch werden Kontaminationen beim Transport vermieden.
  • Verpackung durch zweimaliges Einschlagen und Verkleben mit einem Klebeband verschließen.

Verpackung von Ausstattungsmaterialien

  • Prüfmuster in durchsichtigen Kunststoffbeuteln einzeln und luftdicht verpacken (zwingend notwendig für Emissionsprüfung!).
  • Prüfmusterbeschreibung laut Anhang des Antrags auf Zertifizierung unbedingt beifügen.

Ausschließliches Verpacken der Prüfmuster in Kartons und/oder Papier ist unbedingt zu vermeiden!

Die Erweiterung eines Zertifikats durch Artikel, deren chemische Zusammensetzung sich von den bereits zertifizierten Produkten unterscheidet, kann nur nach erfolgreicher Überprüfung von repräsentativen Musterproben erfolgen. Vor der Ausstellung des erweiterten Zertifikats wird der Antragsteller in einem Prüfbericht des beauftragten Instituts über die Testergebnisse informiert und bestätigt durch eine neue Konformitätserklärung, dass die Qualität seiner zusätzlich ins Zertifikat aufzunehmenden Produkte mit denen der Prüfmuster übereinstimmt.

Bei einer Erweiterung werden die erfolgreich geprüften Artikel auf dem Zertifikat neu aufgeführt. Die ursprüngliche Laufzeit des bleibt OEKO-TEX® Zertifikats bestehen. In Deutschland und Frankreich erfolgt die Zertifikatsausstellung durch von der OEKO-TEX® Gemeinschaft autorisierte Zertifizierungsstellen.

Dazu ist auch ein glaubwürdiger Nachweis aller im Betrieb getroffener Maßnahmen zur Qualitätssicherung gegenüber dem beauftragten Prüfinstitut erforderlich.

Um seine Waren mit dem OEKO-TEX® Label auszeichnen zu dürfen, muss der Antragsteller in einer Konformitätserklärung garantieren, dass die von ihm hergestellten bzw. vertriebenen Produkte im Hinblick auf die humanökologische Qualität während der kompletten Laufzeit des Zertifikats mit den geprüften Mustern übereinstimmen.

Die Schadstoffprüfungen nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® werden von einem der 18 autorisierten Prüfinstitute in Europa und Japan durchgeführt.

Im Anschluss an die systematische Erfassung der Produkt- und Produktionsdaten erstellt das beauftragte Prüfinstitut zunächst einen individuellen Prüfplan für die zu testenden Artikel(-gruppen).

Danach wird das Textil im Rahmen einer genau definierten worst-case Methodik auf die Parameter des OEKO-TEX® Kriterienkatalogs überprüft. Getestet werden also z. B. Artikel mit der stärksten Beschichtungsauflage, der dunkelsten Einfärbung oder der höchsten Ausrüstungsmenge.

Die Prüfergebnisse werden dem Antragsteller in Form eines Gutachtens mitgeteilt, das sich zunächst ausschließlich auf den getesteten Prüfling bezieht. Es berechtigt jedoch noch nicht zur Auszeichnung des Produkts mit dem OEKO-TEX® Label.

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